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WordPress-Hack: Google wertet versteckte Links

Große Ranking-Sprünge müssen nicht immer nur Folge von eigenen Maßnahmen sein. Ein WordPress-Hack dürfte vielen älteren WP-Installationen derzeit Probleme bereiten. Konkret werden massenhaft versteckte Links aus dem Pharma-Umfeld direkt unterhalb des Body-Tags eingeschleust:

Versteckte Links

Der durchschnittliche Website-Betreiber dürfte davon erst erfahren, wenn es schon zu spät ist: Google indiziert die Links trotz display:none fleißig und verwendet sie auch als Meta-Description in den SERPs. Im Cache selber sieht man die Links nur im Quelltext. Google wertet also Keywords, die ein User niemals auf der Seite sieht. Bei einem konkreten Fall wurden die Bad-Neighbourhood-Links mit einem De-Ranking bestraft. Die betroffene Website rankte bislang für die Top-Keywords in den Top 10 und fiel nach der Indizierung der Links aus den Top 100 raus.

Ob man von diesem Hack betroffen ist, kann man auf verschiedene Wege herausfinden:

1) Im Quelltext schauen, wass nach dem Body-Tag steht, der Hack ist in den Kommentaren als „News“ getarnt.
2) Mit der site-Abfrage nach den üblichen Keywords suchen, z.B. „diet site:www.website.com“ oder einen Google News Alert darauf einrichten. Alternativ kann man sich auch die Descriptions bei den Ergebnissen anschauen. Die gehackten Seiten sind extrem groß, meist über 200KB.
3) Die Webmaster-Tools nach den von Googlebot gesehenen Inhalten checken:

Was sieht Googlebot

Generelle Hilfe bei Hacking-Angriffen gibt Google unter Best Practices zum Schutz vor Hacking-Angriffen

Fazit: SEO-Motive spielen bei Hackern eine immer größere Rolle. Anstatt der Seite offensichtlich zu schaden, wird versucht unbemerkt Kapital aus versteckten Links zu schlagen. Schade nur, dass Google immer noch nicht in der Lage ist, versteckte Links auszuklammern. Immerhin schafft eine Reinclusion Request Abhilfe. Nach ca. 1 Woche wurde die betroffene Website wieder gefunden, wenn auch ein paar Positionen weiter hinten als sonst. Ähnliche Hacks werden an anderen Stellen, z.B. im Footer, eingeschleust. Updates auf die aktuellste WordPress-Version sind hier wichtig.

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